Die Ausbildung von Fortuna & Kelda

Allgemeine Gedanken über die Ausbildung von Fortuna & Kelda

Welcher Pferdebesitzer träumt nicht davon, Jungpferd selbst aufzuziehen und auszubilden?
Auch wir stellten uns die Frage, können wir unsere Pferde selbst ausbilden oder überlassen

wir das einem „Profi“, sind wir dem gewachsen und trauen wir uns das zu? Sind wir belastbar genug, wenn es mal nicht so läuft, geduldig, konsequent, diszipliniert und haben wir genug Selbstbeherrschung, um die Ausbildung zwei so junger Stuten zu meistern?
Und trauen wir das unseren Pferden zu? Sind sie artgerecht aufgewachsen, Menschen

gewohnt, haben womöglich schlechte Erfahrungen mit ihnen machen müssen?

Haben sie ein gutes Nervenkostüm, so dass wir zusammen erfolgreich arbeiten können?
Fragen über Fragen...
In unserem Fall haben wir uns für den Mittelweg entschieden und empfinden es heute in der Nachbetrachtung als gute Lösung.
Die Ausbildung von unseren beiden Cremellos gestalteten wir zu Beginn, also Mitte 2013,

in enger Zusammenarbeit mit Jónína Vignisdóttir (IS Bereiterin), welche die gleichen Ideen

von Pferdeausbildung hatte wie wir:
Isländische Reiterei verbunden mit der klassischen Reitkunst.
Wir erhofften uns so eine umfassende und alltagstaugliche Ausbildung für uns und unsere Pferde. Unser Konzept ging auf, beide Tiere lernten schnell und auch die Besitzer machten Fortschritte. Was Jónina uns in den Reitstunden beigebracht hatte, vertieften wir alleine an den Tagen, an denen sie nicht da war.
Zwischendurch blieb aber immer Zeit für einen Ruhetag, wo wir nur mit den beiden im Wald spazieren gingen.

 

Im April 2015 wechselten wir die Ausbilderin, da Jónína sehr kurzfristig nach Südamerika ausgewandert war.

Es wurde Stefanie Staudinger. Ihre Philosophie über das Reiten in einer gesunderhaltenen losgelassenen Form, sowie zwei Theorie-Lehrgänge, welche Christine bei Stefanie erlebt

hatte, ließen uns zu diesem Entschluss kommen.

Sie hat beiden Reitern mit ihrem motivierenden und verständlichen Unterricht sehr viel beigebracht und gerade für Andreas war sie, im Bezug auf die klassische Reitkunst,

ein wahrer Augenöffner.

Leider dauerte diese Zusammenarbeit nur ein gutes Jahr, da auch Stefanie aus Hamburg

weg zog.

 

Da standen wir auf einmal alleine da… und kamen erstaunlich gut mit der ungewohnten Situation zurecht. Christine hatte durch die gute Zusammenarbeit mit Stefanie sowie

durch das Studieren diverser Fachliteratur und Internet-Tutorials einen genauen Plan,

wie die Ausbildung weiter gehen sollte.
Sie wurde also die Ausbilderin unserer beiden Pferde und alleinige Trainerin von Andreas.
Das Ergebnis kann sich heute wirklich sehen lassen…

 

Im November 2016 erlebten wir mit Fortuna einen herben Rückschlag, da sie sich im linken Vorderbein einen Sehnenanriss zuzog, welcher uns zu einer längeren Pause mit ihr zwang.
Seit September 2017 trainieren wir mit ihr wieder im Schritt. Sie lernt schnell, ist

leichtrittiger geworden und macht wirklich gerne mit.


Kelda ist in dieser Zeit weit über den Status der Grundausbildung heraus gewachsen.

Sie ist leicht wie eine Feder, für unerfahrene Reiter wahrscheinlich zu leicht…
Sie kann Seitwärtsgänge sowie Schulterherein, Konterschulterherein, Kruppeherein und

die ersten sehr gute Ansätze von Travers im Trab. Für einen Viergänger beherrscht sie

die Übergänge zwischen Trab und Tölt spielend leicht.
Wir sind mit unser bisherigen Arbeit sehr zufrieden. Kelda ihre Grundausbildung ist beendet. Fortuna wird noch brauchen, was auch ihrer langen Verletzung geschuldet ist.
Aber wir sind (inzwischen wieder) frohen Mutes, dass wir unsere Ziele mit ihr erreichen werden!

 


Fortuna mit Kappzaum
Fortuna mit Kappzaum
Kelda mit Kappzaum
Kelda mit Kappzaum