Abel, Fortuna, Kelda... Der Weg zu unseren Islandpferden

Seit dem Jahr 1994 sind wir begeisterte Islandpferdereiter.
Bereits vorher hatten wir eine Welsh Stute und Christine hat eigene Pferde seit ihrem achten(!) Lebensjahr.
Den "Islandpferdevirus" haben wir uns dabei auf recht merkwürdige Weise eingefangen:
Zur Hochzeit bekamen wir von einigen Freunden einen Gutschein für ein Wochenende auf einem

Islandpferdehof in Norddeutschland geschenkt.
Dort haben wir die kleinen, charakterstarken, mehrgängigen Pferde gleich in unser Herz geschlossen.

Als einige Jahre später unsere Welsh Stute an einer Kolik starb, kam als Nachfolgepferd nur ein "Isi" in Frage.
Auf besagtem Hof kauften wir unser erstes Islandpferd, Abel frá Holti, 8 Jahre alt.
Ein Island Import mit leider sehr unzureichender Ausbildung, wie wir nach einigen Tagen stolzen Besiztes erfuhren.
Christine war gerade mit unserem 1995 geboren Sohn schwanger, so dass die praktische Ausbildung am Anfang

alleine bei Andreas lag.
Nach etlichen Abwürfen, viel Geduld und Liebe sowie einigen Lehrgängen wurde aus unserem Abel
ein fantastisches, 5-gängiges Freizeitpferd mit sehr viel Charme und Charakter, der uns heute noch fehlt...

Als Abel in die Jahre kam, und auf Grund von starker Arthrose so gut wie gar nicht mehr geritten werden konnte,
stellten wir uns die Frage: Aufhören mit diesem Hobby oder Neuanfang?
Das Ergebnis seht ihr auf unserer Seite!
Fortuna wurde als junges "Übergangspferd" 1/2-jährig aus Island gekauft.
Dort blieb sie noch ein Jahr, bevor wir sie im Oktober 2011 nach Deutschland holten.
Sie lebte 1 1/2 Jahre in der Jungpferde Herde eines Islandpferde Hofes in der Nähe von Hamburg,
auf dem auch Abel stand.
Unser Abel verstarb im April 2012, so dass wir uns nun doch verstärkt, also einmal in der Woche,

um unser Jungpferd kümmerten. Ihre anfängliche Skepsis, wenn nicht sogar Ablehnung uns gegenüber,
wich nach und nach einem inzwischen starken Grundvertrauen.
In den darauffolgenden zwei Jahren haben wir sie halfterführig gemacht, sowie ihr beigebracht Hufe zu geben,
ohne an ihren Beinen zerren zu müssen. Ebenso konnte sie ganz toll selbstständig Gartenstühle umschmeissen.

 

Eigentlich sollte es bei einem Pferd bleiben, aber bei so einem jungen Pferd, mit dem man nicht wirklich viel Arbeit hat,
kommt halt schnell Langeweile auf, so dass man Zeit hat, im Internet nach anderen Pferden Ausschau zu halten....
So stießen wir auf die damals 5-jährige Kelda, in die wir uns sofort verguckt hatten.
Sie würde optisch fantastisch zu Fortuna passen, wir könnten sofort mit ihr starten und endlich würden wir
auf zwei eigenen Pferden zusammen ausreiten können, wenn Fortuna dann soweit wäre. Die Entscheidung fiel schnell.

Seit Juni 2013 stehen die beiden nun zusammen.

Dass sie sich von Anfang geliebt haben, können wir wirklich nicht bestätigen.
Kelda hatte von Anfang an unter Fortunas Dominanz zu leiden und ist oft regelrecht vor ihr geflüchtet.

Ein Umstand den wir so natürlich nicht gewollt hatten, und der uns das Leben mit den beiden oft erschwert hat.
Inzwischen ist es aber so, dass sich beide offensichtlich mögen.
Sie suchen sich auf der Weide, rufen sich gegenseitig wenn eine von beiden mal nicht in Sichtweite ist
und für uns ist das Handling mit den beiden zusammen viel einfacher geworden.
Es scheint so, als wüssten sie, dass sie zusammen gehören. Ein Umstand, der uns nach den Jahren unendlich freut…

 

Abel frá Holti
Abel frá Holti
Fortuna frá Geirmundarstöðum
Fortuna frá Geirmundarstöðum
Kelda Vofa frá Isafold
Kelda Vofa frá Isafold